CherryPLUS Montmorency Sauerkirschen-Konzentrat bei Gicht & erhöhter Harnsäure

Wir haben CherryPLUS Sauerkirsch Konzentrat aus der Montmorency Sauerkirsche einmal etwas genauer unter die Lupe genommen und geschaut was dran ist an der besonderen Sauerkirsche.

In den letzten 12 Monaten wurde verstärkt über die amerikanische Sauerkirschsorte „Montmorency“ und ihre gesunden, funktionalen Eigenschaften, speziell in Bezug auf rheumatoide Erkrankungen berichtet. In der Naturheilkunde schon lange bekannt, vegessen und nun wieder entdeckt gerät das neue „Superfood“ nun auch zunehmend in den Fokus der westlichen Schulmedizin. Zu den einzelnen Nutzungsaspekten werden wir später kommen, nachdem wir zunächst den ersten deutschen Anbieter und seine Produkte etwas näher unter die Lupe genommen haben.

In Deutschland waren Montmorency-Sauerkirschen bisher nicht erhältlich und mussten aus Amerika importiert werden. Für Konsumenten/Anwender umständlich und kostenaufwendig.

Die CherryPLUS GmbH mit Firmensitz in Düsseldorf hat sich auf den Import und Vertrieb von Premium-Montmorency-Sauerkirsch-Produkten spezialisiert. Im Sortiment befinden sich getrocknete Sauerkirschen, Sauerkirsch-Kapsel und Montmorency Sauerkirschsaftkonzentrat, die zu 100% aus der Montmorency Sauerkirsche hergestellt werden. Die Produkte werden unter der Marke CherryPLUS im Internet aber auch in zahlreichen Apotheken und Gesundheitszentren vertrieben und angeboten.

Das Sauerkirschkonzentrat wird aus bis zu 1.400 frischen Sauerkirschen pro 500ml hergestellt. Umgerechnet entspricht dies ca. 12 kg Sauerkirschen. Es enthält keine Zusatzstoffe, ist also frei von synthetischen Vitaminen, künstlichen Aromen, Konservierungs- und Geschmacksstoffen, sowie zugestztem Zucker. Auch auf Gentechnik wurde komplett verzichtet. Der Preis für eine Flasche liegt bei 29.95 € zgl. Versankosten und sie reicht bis zu einen Monat. Auf den ersten Blick erscheint dieser Preis zwar hoch, jedoch kann man ihn durchaus rechtfertigen, wenn man ihn ins Verhältnis zur entsprechenden Menge an Muttersaft aus dem Laden setzt. Im Verhältnis 7-8:1 konzentriert, entspricht ein Esslöffel CherryPLUS somit ca. 45 frischen Montmorency Sauerkirschen.

Die Sauerkirschkapseln enthalten ein reines Sauerkirschpulver, welches durch Gefriertrocknung aus frischen Kirschen in einem Verhältnis von 50:1 hergestellt wird. Mit einer Dose erhält man 60 Kapseln, was für einen Monat mit zwei Kapseln pro Tag reichen soll. Die Papselhüllen bestehen zu 100% aus Reiscellulose, während das Pulver ausschließlich aus Montmorency-Kirschen hergestellt wird. Durch den Verzicht auf jegliche künstliche Zusätze reduziert sich die Zutatenliste damit auf gerade einmal zwei (!) Zutaten, die auch noch einwandfrei vegan sind. Der Hersteller empfiehlt, die Kapseln idealerweise zu den Mahlzeiten und allgemein in Kombination mit dem konzentrat zu nehmen.

Allgemein lässt sich also schon mal als Zwischenfazit festhalten, dass die Firma CherryPLUS tatsächlich nicht an der Qualität ihrer Produkte gespart hat. Unnötige Zusätze oder Tricks bei der Produktbeschreibung sucht man erfolglos, die Preise sind hoch, aber gerechtfertigt.

Doch nun zum Wirkungsprofil der Montmorency-Sauerkirsche. Was rechtfertigt den Hype um diese „Powerfrucht“?Kirschsaft bei Gicht

Seit den 50er Jahren spiegelt sich das wissenschaftliche Interesse an der Sauerkirsche in der Zahl der Studien über das Profil ihrer Inhaltsstoffe und in Erfahrungsberichten bezüglich ihrer Anwendungen wieder. Ab den 90er Jahren beschäftigte sich die Forschung insbesondere mit dem gesundheitlichen Wert einzelner Inhaltsstoffe sowie deren Zusammenspiel. Dabei ging es vor allem um den präventiven Nutzen bei Zivilisationskrankheiten wie z.B. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Schlaganfälle, Diabetes und rheumatoide Erkrankungen. Dadurch haben die überlieferten volksmedizinischen Anwendungen ihre wissenschaftliche Bestätigung in Form von zahlreichen vielversprechenden Publikationen bekommen und schließlich auch schulmedizinisches Interesse geweckt. Das betrifft allerdings fast ausschließlich die Verwendung des Fruchtsaftes, obwohl auch die haltbar gemachten Früchte und andere Pflanzenteile über potente Wirkstoffe verfügen. Das Besondere am Saft ist jedoch, dass er sich wirkungsverstärkend als Konzentrat aufbereiten lässt. Unter Berücksichtigung der großen Unterschiede zwischen verschiedenen Kirschsorten, was den Vitalstoffgehalt angeht, hat sich die Montmorency-Sauerkirsche in zahlreichen Untersuchungen als Spitzenreiter hervorgetan.

Montmorency-Sauerkirschen haben das Potential den Harnsäurespiegel und die Harnsäureproduktion in unserem Körper deutlich zu senken und gleichzeitig die Nierenfunktion positiv zu beeinflussen, sodass sie auf mehrfache Art bei der Gichttherapie präventiv und therapiebegleitend eingesetzt werden können. Darüber hinaus weisen Montmorencykirschen einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Anthozyanen (rot-violetten Pflanzenfarbstoffen) auf, welche durch Hemmung bestimmter Enzyme bereits in kleinen Mengen eine schmerzlindernde Wirkung vergleichbar mit gängigen Medikamenten wie Aspirin und Ibuprofen aufweisen.

Eine Studie der Universität Boston (2012) kam zu dem Ergebnis, dass „Montmorency Sauerkirschen Gichtschmerzen lindern, sowie Harnsäurewerte senken und die Entstehung von Harnsäure hemmen können“.                                                                                                                                              In einer Studie mit über 630 Gichtpatienten konnte nachgewiesen werden, dass bei einer Einnahme von Sauerkirschen das Risiko einer Gichtattacke um 35 Prozent reduziert werden konnte. Noch bessere Ergebnisse wurden erreicht, wenn ein Konzentrat aus Montmorency Sauerkirschen eingenommen wurde, wobei das Risiko sogar eine Abnahme um 45 Prozent verzeichnet werden konnte.

Diese Daten sind sehr vielversprechend, was das Potential der Montmorency-Sauerkirsche als Unterstützung zu gängigen Gichttherapien angeht. Auch die geringere Nierenbelastung bei eventueller Reduktion der Medikamentendosis, ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil von Kirschpräparaten. Deshalb kommen wir zu dem Fazit, dass sich der Erwerb von Montmorency-Sauerkirsch-Produkten bei vorhandener oder drohender Gicht durchaus lohnt. Wer unter keinen entsprechenden Problemen leidet, kann sicherlich auch von den gesundheitlichen Vorzügen der Sauerkirsche profitieren, muss jedoch abwägen, ob er bereit ist den stolzen Preis zu zahlen.

Eine Therapie werden die Produkte von CherryPLUS sicher nicht gänzlich ersetzten können. Sie können aber als eine gute, vernünftige Ergänzung und Unterstützung in der Gicht Prophylaxe bzw. als  eine natürliche therapiebegleitende Maßnahme gesehen werden.

 

*Quelle: Cherry consumption and decreased risk of recurrent gout attacks

**Quelle: Efficacy of Tart Cherry Juice to Reduce Inflammation Among Patients with Osteoarthritis

 

Autor: Heilpraktiker Tobias Duven

Wichtiger Hinweis:

Die Inhalte dieser Webseite enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder – Behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch, die qualifizierte Beratung, Diagnostik und Therapie durch einen Arzt nicht ersetzen. Änderungen an Medikation und Therapie müssen immer mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Bitte beachten Sie, dass wir in all unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich..