Gicht Behandlung und Symptome bei einem Gichtanfall

Der akute Gichtanfall äußert sich durch starke Schmerzen an den betroffenen Gelenken, wobei die beteiligten Gelenke in der Regel starke Schwellungen und Rötungen aufweisen. Zusätzlich kann man neben dem Schmerz oft eine Erwärmung des Gelenkes durch entzündliche Vorgänge feststellen, wo neben der Entzündung auch Fieber auftreten kann.

Da bei einem Gichtanfall am Tag der Blutabnahme der Harnsäurewert wieder auf Normalniveau sein kann, müssen die Harnsäurewerte über einen längeren Zeitraum kontrolliert werden.

Im Durchschnitt kann ein Gichtanfall unbehandelt 3-4 Tage dauern, wobei es ratsam ist, sofort einen Arzt aufzusuchen, um langfristige Schäden v.a. an Gelenken zu vermeiden.

Bei Gichtanfällen sind häufig folgende Gelenke betroffen:

-Zehengrundgelenke (Fußgicht, “Podagra”)
-Handgelenk (“Chiragra”)
-Fingergelenke
-Sprunggelenk
-Kniegelenk

Die Symptome bei einem Gichtanfall:

– starke Schmerzen am betroffenen Gelenk
– Schwellungen und Rötungen am Gelenk und umliegenden Gewebe
– teilweise Fieber
– erhöhte Harnsäurewerte (nicht unbedingt)
– Leukozytose (erhöhte Anzahl an weißen Blutkörperchen/Leukozyten)

Behandlung bei einem Gichtanfall:

Bei der Behandlung eines Gichtanfalls liegt der Schwerpunkt auf der Schmerz- und Entzündungsreduzierung.

Hier werden mit Analgetika (Schmerzmitteln) akute Schmerzen gelindert und mit nichtsteroidalen Antirheumatika

(NSAR) Entzündungen sowie ebenfalls Schmerzen reduziert.

Bei chronischer Gicht und zur Vorbeugung vor weiteren Anfällen liegt dann der Fokus auf der Harnsäurereduzierung.

Je nach Krankheitsbild sollte hier die Ernährung abgestimmt und in Form von Diäten und purinarmer Ernährung umgesetzt werden, damit Harnsäure im Blutkreislauf langfristig gesenkt wird. In Fällen von Übergewicht sollte eine Reduzierung auf ein Normalgewicht angestrebt werden, wobei dieser Prozess nicht radikal stattfinden sollte, da bei radikalen Diäten auch vermehrt Harnsäure durch Zellabbau produziert wird.

Bei der Ernährung für Gichterkrankungen ist es ratsam, sich mit dem Thema purinarmer Ernährung auseinanderzusetzen und bei der Ernährungsplanung eine Purintabelle zur Hilfe zu nehmen.

Zusätzlich werden in der Behandlung von Hyperurikämie und chronischer Gicht Medikamente eingesetzt, die entweder die Harnsäureausscheidung fördern (Urikosurika) oder die Harnsäurebildung unterbrechen (Urikostatika).

Langfristig bildet aber eine angepasste Lebens- und Ernährungsweise mit Übergewichtreduzierung die beste Ursachenbekämpfung, die mit medikamentöser Behandlung unterstützt wird.

Erfahren Sie mehr unter Purinarme Ernährung und Medikamente in der Gichtbehandlung

 

Autor: Heilpraktiker Tobias Duven

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