Gicht Homöopathie: Hausmittel gegen Gicht (natürliche Behandlung)

Hausmittel gegen Gicht

Heutzutage ist eine Vielzahl von teilweise durchaus wirksamen und teilweise eher umstrittenen Hausmitteln bei Gicht bekannt.

Hausmitteln im Allgemeinen sollte bei ernsthaften Erkrankungen durchaus vorsichtig gegenüber getreten werden.Eine ärztliche Diagnose sollte immer zwingend vorher eingeholt werden. Hausmittel dienen lediglich begleitend und unterstützend und sollten keinesfalls Therapie ersetzend sein.

Eine gute Mischung aus medikamentöser Behandlung, Ernährungsoptimierung und Hausmitteln bei Gicht ist ein vielversprechender Ansatz, um die Krankheit möglichst effektiv in den Griff zu bekommen.

Im Folgenden listen wir ihnen einige dieser bekannten Tipps zur unterstützenden Anwendung bei Gicht und Gichtanfällen auf:

1. Quarkwickel gegen Gicht

Ein sehr bekanntes Hausmittel gegen entzündliche Vorgänge bei Gicht ist kühler Quark aus dem Kühlschrank. Dieser wird auf ein Tuch aufgetragen und auf den betroffenen entzündeten, Gelenkbereich gelegt, was kurzfristig Linderung schaffen kann. Dies sollte nur dann gemacht werden, wenn die Kälte auch schmerzlindernd und nicht schmerzfördernd wirkt. Da die Reaktionen auf Kälte und Wärme bei Gelenkentzündungen variieren können, müssen Sie selber testen, was Ihnen gut tut.

2. Tees bei Gichterkrankungen

Sie finden heute eine Vielzahl an verschiedenen Teesorten im Reformhaus und in der Apotheke, denen harnsäurereduzierende Eigenschaften nachgesagt werden. Hierbei geht es in erster Linie um die verstärkte Ausscheidung von Harnsäure aus dem Körper. Unterschiedliche Kräuter sind hierfür bekannt. Anbei finden sie 2 Teemischungen:

Tee-Rezept zur Stärkung der Ausscheidung

Teemischung vorwiegend zur Unterstützung der Ausscheidung der Harnsäure.

Der Tee sollte bei bestehender Gichtniere nicht getrunken werden. bzw. Sie sollten immer vorher mit Ihrem behandelnden Arzt Rücksprache halten, ob der Tee ihrem Fall empfehlenswert ist.

Zutaten

2 Teile Goldruten-Kraut
1 Teil Brennesselblätter
1 Teil Melissen-Blätter
1 Teil Süssholz-Wurzel
1 Teil Hauhechel-Wurzel

Tee-Rezept zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung

Dieser Tee wirkt gegen Schmerzen und ist entzündungslindernd. Der Tee sollte kurmäßig etwa sechs Wochen lang regelmäßig getrunken werden. Der Tee sollte bei bestehender Gichtniere nicht getrunken werden. bzw. Sie sollten immer vorher mit Ihrem behandelnden Arzt Rücksprache halten, ob der Tee in ihrem Fall empfehlenswert ist.

Zutaten

2 Teile Weidenrinde
2 Teile Geissbart / Mädesüss Kraut
2 Teile Beinwell-Wurzel
1 Teil Hauhechel-Wurzel
1 Teil Goldruten Kraut
1 Teil Schafgarben Kraut
1 Teil Angelika / Engelwurz Wurzel

Weitere bekannte Kräuter bei Gicht sind: Birkenblättertee, Eisenkrauttee, Brennnesseltee, Salbeitee und Schlüsselblumentee.

3. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Bei Gichterkrankungen rät der Berufsverband Deutscher Rheumatologen, täglich bis zu 3 Liter zu trinken. http://gichtforum.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gifDie ausreichende Flüssigkeitszufuhr verdünnt die für die Gichtanfälle verantwortliche Harnsäure im Blut, die so besser aus dem Körper ausgeschieden wird. Zur optimalen Flüssigkeitszufuhr bieten sich vor allem stille Wasser, verschiedene Tees. Meiden sie zuckerhaltige Softdrinks.

4. Kühlende oder wärmende Tücher

Ein weiteres einfaches Hausmittel bei Gichtbeschwerden bieten kalte oder warme Tücher. Sicherlich kann individuell hier kurzfristig Linderung hervorgerufen werden. Es gilt auch hier wieder im Einzelfall zu prüfen, ob eher Wärme oder Kälte eine leichte Linderung bringt. Gerade bei Wärme ist ein Kirschkernsack hilfreich, welcher über die Mikrowelle oder den Ofen erwärmt werden kann.

5. Gicht Ernährung

Bei Gichterkrankung ist eine auf die Erkrankung hin optimierte Ernährung unerlässlich. Meiden Sie vor allem Innereien, Fleisch und Alkohol. Es ist für Gichtpatienten von sehr großem Vorteil sich über purinarme Ernährung umfangreich zu informieren, um Gichtattacken zu reduzieren und Langzeitschäden v.a. an Gelenken durch erhöhten Harnsäurespiegel zu vermeiden.

6. Sauna

Bei der Sauna scheiden sich die Geister. So gibt es eine Vielzahl von Befürworten als aber auch eine größere Menge an Kritikern. Befürworter gehen davon aus, dass durch das angeregte Schwitzen vermehrt Harnsäure und Salz aus dem Körper ausgeschieden werden, aber auf der anderen Seite rät man von Saunanutzung ab, wenn entzündliche Vorgänge im Körper stattfinden.

7. Bäder und Teilbäder

Bäder oder Teilbäder mit Badezusätzen wie Heublumen können bei entzündlichen Gelenkserkrankungen, Rheuma und Gicht helfen und Linderungen schaffen. 500g Heublumen aus der Apotheke oder Reformhaus werden dabei als Badezusatz ins warme Badewasser hinzugefügt. Kalte Teilbäder z.B. für betroffene Gelenke im Fuß können bei Entzündung und Hitzeempfindung im Gelenk ebenfalls als Linderung empfunden werden. Bei Wickeln, Güssen und Bädern, die bei schmerzenden Gelenken Linderung bringen sollen, gilt: Akut entzündete Gelenke verlangen meist Kälte, chronisch schmerzende Gelenke reagieren eher positiv auf Wärme.

8. Zinnkrautwickel (Schachtelhalmkraut)

Hier werden 5 Esslöffel Zinnkraut (auch Schachtelhalmkraut genannt) in einem Liter Wasser 10 Min. aufgekocht und dann abgeseiht. Danach wird ein sauberes Tuch eingetaucht, ausgewrungen und warm auf das betroffene Gelenk gelegt. Dieser Wickel soll Linderung bei entzündlichen Prozessen schaffen.

 

Bei allen auch wirksamen Hausmitteln sollten Sie immer bedenken, nicht eigenständig medikamentöse Behandlungen zu unterbrechen. Im besten Fall nehmen Sie Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt und klären Sie, inwieweit bestimmte Hausmittel auch für Sie entsprechend einen Mehrwert in Ihrer Gichtbehandlung bilden. Bitte beachten Sie, dass diese Hausmittel unterstützend wirken aber nicht eine medikamentöse Behandlung ersetzen können.

 

Autor: Heilpraktiker Tobias Duven

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