Hyperurikämie und Gicht – ihre Risikofaktoren

Hyperurikämie

Hyperurikämie (chronisch erhöhter Harnsäurespiegel) steht in starker Verbindung mit Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Nierenerkrankungen und erhöhten Blutfettwerten, welche die Entstehung einer Gichterkrankung (Urikopathie) begünstigen können.

Geschlecht und Alter für Gichterkrankung:

Besonders Männer im Alter zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Frauen entwickeln Gicht meist erst nach der Menopause.

Langfristiger Gebrauch bestimmter Medikamente:

Dauerhafte Einnahme von Diuretika, Immunsuppressiva und Schmerztabletten beeinträchtigen die Ausscheidung der Harnsäure, da die Nierenfunktion bei langfristigem Gebrauch in ihrer Funktion beeinflusst wird. Auch konnte festgestellt werden, dass nach und während Krebserkrankungen (besonders bei Leukämie) erhöhte Harnsäure-Konzentrationen auftreten können, die auf das vermehrte Absterben der körpereigenen Zellen zurückzuführen sind. Da bei diesem Prozeß hohe Mengen an Purinen freigesetzt werden, setzt man auch hier harnsäurereduzierende Medikamente wie Allopurinol ein.

Unzureichende Flüsssigkeitszufuhr:

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, jeden Tag mind. 1,5 Liter Flüssigkeit zu trinken. Insbesondere viele ältere Menschen trinken nicht genug und es entstehen Mangelerscheinungen und Stoffwechselstörungen. Stille Wasser, Kräutertees oder auch harnsäurereduzierender Kirschsaft werden empfohlen.

Starke körperliche Überanstrengung:

Bei körperlicher Belastung wird bei der Energiegewinnung im Körper verstärkt Milchsäure freigesetzt. In bestimmten Fällen kann die Niere mit der Ausscheidung von Milchsäure und Harnsäure überfordert sein, was zu Harnsäureanstieg und Gichtanfällen führen kann.

Strenge Diäten / Fasten:

Bei Diäten oder Fasten werden körpereigene Zellen abgebaut und Ketonkörper freigesetzt, was ebenfalls einen Gichtanfall auslösen und den Harnsäurespiegel erhöhen kann.

 

Autor: Heilpraktiker Tobias Duven

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