Vitamin C bei Gichterkrankung

Einnahme Vitamin C mit Gicht

In einer kanadischen Studie wurde die Auswirkung von Vitamin C in höheren Dosen bei Gicht Patienten getestet.

Von Interesse hier war deren Auswirkung auf den Harnsäurewert. Das Ergebnis der Studie legt nahe, dass hochdosiertes Vitamin C sich positiv auf den Harnsäurewert auswirken kann und möglicherweise so auch die Wahrscheinlichkeit eines Gichtanfalls reduziert.

Die Studie zeigte, dass eine Gabe von mehr als 1.500 mg Vitamin C am Tag das Risiko eines Gichtanfalls um ca. 45 Prozent reduzieren kann. Bei einer Menge von 1.000 bis 1.500 mg Vitamin C am Tag, konnte eine Reduktion von 34 Prozent gezeigt werden. Bei einer Menge von 500 bis 1.000 mg Vitamin C reduzierte sich die Wahrscheinlichkeit um 17 Prozent. Ab einer Menge von 250 mg und weniger konnte kein sichtbarer Nutzen gemessen werden.

Weitere Studien in diesem Bereich untermauern diese Ergebnisse. So wurde in einer Studie festgestellt, dass eine Senkung des Harnsäurewerts um bis zu 0,5 mg / dl bei regelmäßiger Einnahme von 500 mg Vitamin C möglich ist, was damit zu erklären ist, dass die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren mit verabreichten Vitamin C zunimmt. Je höher die Dosis an verabreichten Vitamin C war, desto stärker war auch der gemessene Effekt in der Ausscheidung an Harnsäure.

Tatsächlich ist aber davon auszugehen, dass insbesondere Patienten, bei welcher eine Gicht noch nicht ausgebrochenen ist, am stärksten hiervon profitieren. Bei bereits akuter Gicht, war die Supplementierung mit hochdosiertem Vitamin C nicht vergleichbar mit den beobachteten Eigenschaften vorhergegangener Studien.

(Quelle: LK Stamp, JL O’Donnell, C Frampton, et al. Clinically Insignificant Effect of Supplemental Vitamin C on Serum Urate in Patients with Gout: A Pilot Randomised Controlled Trial. Arthritis and Rheumatism, 2013)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vitamin C als ein „natürliches“, sanftes Mittel zur Vorbeugung von Gicht in Frage kommen kann. Die Supplementierung mit Mengen von bis zu 2.000 mg sind als unkritisch einzustufen, jedoch soll darauf hingewiesen werden, dass die deutsche Gesellschaft für Ernährung eine Tagesmenge von 100 mg für gesunde Menschen empfiehlt. Die hohe Dosierung von über 1.000 mg wird nicht als kritisch eingestuft.

Ernsthafte Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Ob und inwiefern eine hochkonzentrierte Vitamin C- Kur oder Dauer-Therapie für Sie in Frage kommt, sollten Sie aber vorher mit Ihrem Arzt besprechen. Die ganze Studie in englischer Sprache des „journal of rheumatologie“ finden Sie hier:  National Center Biotechnology Information.

Autor: Heilpraktiker Tobias Duven

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