Eine Hand wird massiert.

Wenn man die Diagnose Gicht vom Arzt gestellt bekommt, wird manchem Betroffenen klar, dass er diese Erkrankung zum Teil selbst verschuldet hat. Eine unausgewogene Ernährung, zu wenig Bewegung, oder auch zu viel Alkohol rächen sich auf einmal. Selbst wenn der Arzt einem den Zusammenhang mit viel Verständnis und Empathie erklärt, kann man sich in dieser Situation doch nicht eines schlechten Gewissens erwehren.

Ein schlechtes Gewissen vor dem Arztbesuch

Noch schlimmer ist es, wenn man bereits seit längerem um die Diagnose weiß, und sich eventuell nicht an alle Anweisungen gehalten hat. Kommt man dann zum Kontrolltermin, kann es schon mal sein, dass man sich regelrecht schämt. Die natürliche Reaktion ist, dass viele Betroffene versuchen, unmittelbar vor dem Arztbesuch ihre Harnsäure-Werte kurzfristig zu verbessern, um dadurch einen besseren Eindruck zu machen.

Den Harnsäure-Spiegel kurzfristig senken

Generell sollte man derartige Versuche lieber unterlassen. Es gibt zahlreiche Maßnahmen um den Harnsäure-Spiegel langsam und nachhaltig zu senken (siehe auch Ernährung bei Gicht oder Unterstützung zur Medikation), jedoch sollte man nicht versuchen, diesen Vorgang in einer Radikal-Kur zu beschleunigen. Wenn man z.B. kurzzeitig die Nahrungszufuhr massiv reduziert, kann es zu einem gesteigerten Zellabbau, und dadurch sogar zu einem Anstieg der Harnsäure kommen.

Ganz abgesehen davon sollte man dem behandelnden Arzt gegenüber möglichst ehrlich sein. Nicht nur aus ethischen Gründen, sondern vor allem auch, damit der Arzt einen adäquat behandeln kann. Wenn man zentrale Parameter kurz vor dem Arztbesuch beeinflusst, kann das zu einer falschen Einschätzung des Krankheitsverlaufs durch den Arzt führen, was letztlich nur die Therapie erschwert. Ein verantwortungsvoller Arzt wird seine Patienten nicht verurteilen, sondern versuchen, ihnen zu helfen es nächstes mal besser zu machen.