Fettiger Burger und ein Glas Bier.

Die Ursache der Gicht ist eine erhöhte Harnsäure-Konzentration im Blut, eine sog. Hyperurikämie. Anhand der Ursachen der Hyperurikämie unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Gicht.

Primäre Gicht

Eine primäre Gicht beruht direkt auf einer Störung des Harnsäure-Stoffwechsels. In den meisten Fällen ist dabei die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren reduziert. Diese Form der Gicht ist genetisch bedingt und kann mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit von den Eltern an die Kinder vererbt werden. Daneben gibt es noch seltenere Formen der primären Gicht, bei denen die Harnsäure-Synthese gesteigert ist (z.B. das Lesch-Nyhan-Syndrom).

Sekundäre Gicht

Harnsäure Messgerät

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Bei sekundärer Gicht ist eine andere Erkrankung Ursache der erhöhten Harnsäure-Konzentration. Erkrankungen der Niere, sowie Erkrankungen, die zu einem gesteigerten Zellabbau führen (z.B. Anämien), erhöhen die Harnsäure-Konzentration im Blut. Häufig kommt es auch bei Diabetes mellitus zu einer Hyperurikämie, da der erhöhte Blutzucker beim Diabetes Gefäße in der Niere schädigt und dadurch die Harnsäure-Ausscheidung stört.

Neben der genetischen Komponente wird die Harnsäure-Konzentration vor allem durch den Lebenswandel beeinflusst. Harnsäure ist ein Abbauprodukt des Purinstoffwechsels und Purine sind Bestandteil der DNA. Daher kommen Purine in allen Zellen vor und werden auch über die Nahrung aufgenommen.

Gicht zählt zu den sog. Zivilisationskrankheiten und wird als solche vor allem durch die moderne, westliche Ernährung begünstigt. Auch starker Alkoholkonsum und Übergewicht begünstigen eine Hyperurikämie (siehe auch Ernährung bei Gicht).

Bei Frauen spielt zusätzlich zu Genetik und Lebenswandel das Alter eine Rolle bei der Entstehung von Gicht. Die hormonelle Aktivität zwischen Pubertät und Menopause resultiert in niedrigeren Harnsäure-Konzentrationen, sodass Frauen eher im höheren Alter Gefahr laufen an Gicht zu erkranken.


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