Ein Gichtanfall tritt plötzlich auf, verursacht starke Schmerzen im betroffenen Gelenk und schränkt die Beweglichkeit erheblich ein. In dieser akuten Situation ist es entscheidend zu wissen, was bei Gicht schnell hilft und wie Sie richtig handeln.
In diesem Beitrag erfahren Sie in fünf klaren Schritten, was Sie bei einem akuten Gichtanfall tun können, welche Sofortmaßnahmen sich bewährt haben und welche Strategien Teil einer wirksamen Behandlung bei Gicht sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Gicht entsteht durch Harnsäurekristalle in den Gelenken – diese lösen eine akute Entzündungsreaktion aus.
- Soforthilfe bei akuter Gicht: Gelenk hochlagern, kühlen und ausreichend Wasser trinken.
- Ernährung in der Akutphase: Purinreiche Lebensmittel und Alkohol meiden; Gemüse, Vollkornprodukte und fettarme Milchprodukte bevorzugen.
- Natürliche Unterstützung: Montmorency-Sauerkirschen haben Potenzial Harnsäurewerte zu regulieren und Entzündungen zu lindern.
Inhaltsverzeichnis
Was passiert bei einem Gichtanfall im Körper?
Um zu verstehen, welche Maßnahmen bei einem Gichtanfall sinnvoll sind, lohnt sich ein kurzer Blick auf das, was dabei im Körper tatsächlich geschieht.
Ein Gichtanfall entsteht, wenn der Harnsäurespiegel im Blut über längere Zeit erhöht ist und sich schließlich nadelförmige Harnsäurekristalle in den Gelenken ablagern. Das Immunsystem erkennt diese Kristalle als Fremdkörper und reagiert mit einer starken Entzündungsreaktion: Das betroffene Gelenk schwillt an, rötet sich, fühlt sich warm an und wird extrem druckempfindlich.
Ohne Behandlung dauert ein akuter Gichtanfall typischerweise drei Tage bis zu zwei Wochen. Wird frühzeitig und gezielt eingegriffen, lässt sich dieser Zeitraum oft deutlich verkürzen.

Phase 1: Die erste Stunde – Sofortmaßnahmen
In der ersten Stunde nach Beginn eines Gichtanfalls zählt jede Maßnahme. Diese Schritte lassen sich sofort und ohne ärztliche Verordnung umsetzen und sind damit das Erste, was bei Gicht schnell hilft:
- Sofort viel trinken: Wasser ist das wichtigste Mittel in der Akutphase. Es verdünnt die Harnsäurekonzentration im Blut und unterstützt die Ausscheidung über die Nieren (1). Die Empfehlung für die Akutphase liegt bei mehr als 3 Litern täglich. Alkohol und zuckerhaltige Getränke sind strikt zu meiden – sie hemmen die Harnsäureausscheidung aktiv und können den Anfall verlängern.
- Gelenk hochlagern und ruhigstellen: Bewegung reizt das entzündete Gewebe zusätzlich. Das betroffene Gelenk sollte auf einem Kissen erhöht gelagert werden. Das entlastet, fördert den venösen Rückfluss und reduziert den Druck auf das geschwollene Gewebe.
- Gelenk kühlen: Kühlung gehört zu den besten Sofortmaßnahmen bei Gicht: Kälteanwendungen wirken nachweislich abschwellend und schmerzlindernd. Wichtig: Eis niemals direkt auf die Haut legen, sondern immer in ein Tuch einwickeln. Anwendungsdauer: maximal 15–20 Minuten, dann Pause.

Phase 2: Ärztliche Untersuchung wahrnehmen
Ein Gichtanfall sollte immer ärztlich abgeklärt werden, möglichst innerhalb der ersten 24 Stunden. Durch Blutbild oder Gelenkpunktion kann die Diagnose gesichert werden, und es zeigt sich, welche Form der Behandlung bei Gicht notwendig ist.
Je nach Befund kommen zur Behandlung von Gicht Medikamente wie nicht-steroidale Antirheumatika, harnsäuresenkende Medikamente sowie Entzündungshemmer zum Einsatz, um die Entzündung gezielt zu dämpfen und den Anfall abzukürzen (2).
Jedoch wird eine harnsäuresenkende Medikation in der Regel nicht während eines akuten Gichtanfalls begonnen, sondern erst danach. Der Beginn einer solchen Therapie kann in den ersten Wochen paradoxerweise die Häufigkeit von Anfällen vorübergehend erhöhen, weshalb die Einleitung immer ärztlich begleitet werden sollte (3).

Phase 3: Ernährung und Lebensstil in den ersten 24–48 Stunden
Auch die Ernährung spielt in der akuten Phase eines Gichtanfalls eine wichtige Rolle. In den ersten 24–48 Stunden ist es sinnvoll, Lebensmittel zu meiden, die besonders viele Purine enthalten. Der Hintergrund: Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut – genau der Stoff, der bei Gicht ohnehin bereits erhöht ist. Häufig geht einem akuten Anfall eine besonders purinreiche Mahlzeit voraus.
Zu den purinreichen Lebensmitteln zählen vor allem:
- Innereien
- Sardinen, Hering und Makrele
- Wild und rotes Fleisch
- größere Mengen Hülsenfrüchte
Auch Alkohol sollte in dieser Phase möglichst gemieden werden – insbesondere Bier. Alkohol hemmt die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren; Bier enthält zusätzlich noch relevante Mengen an Purinen. Dadurch entsteht in der Akutphase ein ungünstiger Doppeleffekt.
Günstiger sind dagegen Lebensmittel, die den Stoffwechsel weniger belasten und teilweise sogar mit einem niedrigeren Harnsäurespiegel in Verbindung gebracht werden.
Diese Lebensmittel sollten bevorzugt werden:
- Gemüse
- Vollkornprodukte
- fettarme Milchprodukte
- ausreichend stilles Wasser, um die Ausscheidung über die Nieren zu unterstützen
- milde Kräutertees, etwa aus Brennnessel oder Hafer (4)
Gerade eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wird häufig unterschätzt. Wer genügend trinkt, unterstützt die Nieren dabei, Harnsäure effizienter auszuscheiden.

Phase 4: Gezielte Unterstützung mit Montmorency-Sauerkirschen
Neben der kurzfristigen Anpassung von Ernährung und Lebensstil ist in den letzten Jahren auch ein natürlicher Ansatz stärker in den Fokus bei der Behandlung von Gicht gerückt: Montmorency-Sauerkirschen.
Diese spezielle Sauerkirschsorte enthält besonders hohe Mengen an Anthocyanen. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, denen gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass sie den Harnsäurestoffwechsel beeinflussen und die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren unterstützen können (5).
Warum Sauerkirschen bei Gicht einsetzen?
Bei akutem Bedarf:
- Sie können helfen, überschüssige Harnsäure auszuscheiden
- Sie können entzündliche Prozesse im Körper lindern
- Sie tragen gleichzeitig dazu bei, mehr Flüssigkeit aufzunehmen, was die Nierenfunktion unterstützt
Studien zeigen: Schon eine einmalige Einnahme eines konzentrierten Extrakts kann den Harnsäurespiegel um etwa 8 % senken (6).
Zur langfristigen Unterstützung:
- Eine regelmäßige Einnahme kann diese Effekte über die Zeit unterstützen und stabilisieren
- Sie können dazu beitragen, den Harnsäurespiegel im gesunden Bereich zu halten und die Entzündungsbereitschaft im Körper langfristig zu regulieren
Hinweise aus Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei langfristiger Einnahme das Risiko neuer Gichtanfälle um bis zu 45 % reduziert werden kann (7).

Montmorency-Sauerkirschen optimal in den Alltag integrieren
Wenn Sie Sauerkirschen gezielt als Ergänzung zur Gichtbehandlung einsetzen möchten, lohnt sich ein Blick auf die Produktqualität. Für eine optimale Wirkung, achten Sie deshalb möglichst auf Produkte, die:
- ausschließlich aus Montmorency-Sauerkirschen hergestellt werden
- keinen zugesetzten Zucker enthalten
- eine definierte Konzentration an enthaltenen Polyphenolen liefern
Frische Sauerkirschen oder herkömmliche Kirschsäfte aus dem Supermarkt enthalten in der Regel deutlich geringere Mengen an Anthocyanen und sind daher mit den in Studien verwendeten Sauerkirsch-Präparaten nur eingeschränkt vergleichbar.
Unsere Empfehlung
Cherry PLUS ist eine Sauerkirschsaft-Konzentrat aus 100 % Montmorency-Sauerkirschen – genau der Sorte, die in den meisten wissenschaftlichen Studien untersucht wurde.

Vorteile auf einen Blick:
- 12 kg Montmorency-Sauerkirschen pro Flasche = 90 Kirschen pro Tagesdosis.
- 100 % aus ganzen Kirschen, ohne Zusätze.
- Reich an Polyphenolen wie Anthocyanen & Flavonoiden.
- Optimal bei purinarmer Ernährung und Gicht: Für den spürbaren Unterschied.
Phase 5: Langfristige Strategien nach dem akuten Anfall
Wer einmal einen Gichtanfall erlebt hat, weiß: Das Risiko für Folgeattacken ist erhöht. Doch mit gezielten, konsequenten Maßnahmen lässt sich dieses Risiko deutlich senken.
Grundprinzip: Alles, was in der akuten Phase hilft, kann langfristig dazu beitragen, neue Anfälle zu verhindern. Also Maßnahmen, die Harnsäure senken, Entzündungen lindern und die Nierenfunktion unterstützen.
Dazu gehören:
- Eine purinbewusste Ernährung als dauerhafte Grundlage
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um die Ausscheidung von Harnsäure zu fördern
- Reduzierter Alkoholkonsum, idealerweise kompletter Verzicht
- Regelmäßige Kontrolle des Harnsäurespiegels beim Arzt
- Präventive und langfristige Einnahme von Montmorency-Sauerkirschen
Diese Maßnahmen bilden einen wichtigen, ergänzenden Baustein zur Behandlung von Gicht, um die Harnsäurewerte stabil zu halten und die Entzündungsbereitschaft im Körper zu regulieren.
Fazit
Ein akuter Gichtanfall ist schmerzhaft und schränkt die Beweglichkeit erheblich ein. Er kann aber durch Sofortmaßnahmen wie Hochlagern, Kühlen und ausreichend Trinken deutlich gelindert werden. Eine ärztliche Abklärung sorgt dafür, dass die Behandlung von Gicht korrekt startet. Langfristig helfen purinarme Ernährung, regelmäßige Kontrolle des Harnsäurespiegels und Montmorency-Sauerkirschen, um das Risiko neuer Anfälle zu senken.
Häufig gestellte Fragen
Gichtanfall – was tun sofort?
Sofort das betroffene Gelenk hochlagern, kühlen und viel trinken. Ruhe bewahren und ärztlichen Rat einholen.
Was hilft schnell bei Gicht?
Kälte, Flüssigkeit, purinarme Ernährung und ggf. Montmorency-Sauerkirschen können die Beschwerden rasch lindern.
Wie lange dauert ein akuter Gichtanfall?
Ohne Behandlung 3 Tage bis 2 Wochen; gezielte Maßnahmen können die Dauer deutlich verkürzen.
Welche Lebensmittel sollte ich bei einem Gichtanfall meiden?
Innereien, rotes Fleisch, bestimmte Fischarten (Sardinen, Hering, Makrele), Hülsenfrüchte und Alkohol – besonders Bier.
Kann Ernährung einen Gichtanfall verhindern?
Ja, eine purinarme Ernährung, ausreichend Wasser und moderater Alkoholkonsum reduzieren langfristig das Risiko von Anfällen.
Wie helfen Montmorency-Sauerkirschen bei Gicht?
Sie unterstützen die Harnsäureausscheidung, können entzündliche Prozesse lindern und helfen, den Harnsäurespiegel langfristig stabil zu halten.
Wann sollte ich einen Arzt bei Gicht aufsuchen?
Idealerweise innerhalb der ersten 24 Stunden eines Anfalls, um die Diagnose zu sichern und die Behandlung von Gicht einzuleiten.
Wie kann ich zukünftige Gichtanfälle verhindern?
Durch purinarme Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, reduzierte Alkoholkonsum, regelmäßige Kontrolle des Harnsäurespiegels und natürliche Ergänzungen wie Sauerkirschen.
Literatur
- Kachur P, Bambhroliya C, Liang H, Cheriyath P. Hydration and Gout: Looking at New Modes of Uric Acid Management. Arthritis Rheumatol. 2017; 10(69).
- Qaseem A, Harris RP, Forciea MA, Denberg TD, Barry MJ, Boyd C et al. Management of Acute and Recurrent Gout: A Clinical Practice Guideline From the American College of Physicians. Annals of Internal Medicine 2017; 166(1):58–68. doi: 10.7326/M16-0570.
- Tausche A-K, Jansen TL, Schröder H-E, Bornstein SR, Aringer M, Müller-Ladner U. Gout-current diagnosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(34-35):549–55. doi: 10.3238/arztebl.2009.0549.
- Li R, Yu K, Li C. Dietary factors and risk of gout and hyperuricemia: a meta-analysis and systematic review. Asia Pac J Clin Nutr 2018; 27(6):1344–56. doi: 10.6133/apjcn.201811_27(6).0022.
- Martin KR, Coles KM. Consumption of 100% Tart Cherry Juice Reduces Serum Urate in Overweight and Obese Adults. Curr Dev Nutr 2019; 3(5):nzz011. doi: 10.1093/cdn/nzz011.
- Hillman AR, Uhranowsky K. Acute Ingestion of Montmorency Tart Cherry Reduces Serum Uric Acid but Has no Impact on High Sensitivity C-Reactive Protein or Oxidative Capacity. Plant foods for human nutrition (Dordrecht, Netherlands) 2021; 76(1):83–9. Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33506357/.
- Zhang Y, Neogi T, Chen C, Chaisson C, Hunter DJ, Choi HK. Cherry consumption and decreased risk of recurrent gout attacks. Arthritis Rheum 2012; 64(12):4004–11. doi: 10.1002/art.34677
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