Gichtforum
Leeres Weinglas - Kein Alkohol bei Gicht
Home » Richtige Ernährung bei Gicht » Alkohol bei Gicht

Alkohol bei Gicht

Diesen Beitrag teilen:

Alkohol ist ein Genussmittel und für viele Menschen ein Stück Lebensqualität. Allerdings ist den meisten Menschen auch bewusst, dass Alkohol ein durchaus großes gesundheitsschädliches Potential birgt. Gerade bei Gicht ist äußerste Vorsicht geboten. Warum ist Alkohol bei Gicht tabu?

Alkohol – die Dosis macht das Gift

Ein geringer Konsum von Alkohol ist für einen Gesunden wahrscheinlich unbedenklich. Das berühmte halbe Glas Wein am Tag kann unter Umständen sogar einen protektiven Nutzen haben, wobei dieser Zusammenhang wahrscheinlich nicht auf den Alkohol, sondern auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückzuführen ist. Bei einem ansonsten gesunden Lebenswandel sollte ein maßvoller Alkoholkonsum in der Regel ohne Folgen bleiben.

Exzessiver Alkoholkonsum hingegen führt zu Schäden an

  • Leber
  • Herz-Kreislauf-System
  • Gehirn
  • Bauchspeicheldrüse
  • fördert Übergewicht
  • erhöht das Krebsrisiko.

Außerdem ist Alkohol letztlich auch eine Droge, deren Suchtpotential noch immer von vielen Menschen unterschätzt wird.

Alkohol wird in der Leber verstoffwechselt. Da der Körper den Alkohol als potentiell giftige Substanz wahrnimmt, werden andere Stoffwechselwege zu Gunsten des Alkohols reduziert, was in letzter Konsequenz auch bei Alkoholikern die Entstehung einer Fettleber bedingt.

Zu viel Alkohol erschwert die Ausscheidung der Harnsäure und triggert Gichtanfälle

In der Niere werden die Abbauprodukte des Alkohols zusammen mit Harnsäure ausgeschieden. Wird nun viel Alkohol zugeführt, will der Körper zunächst diesen möglichst schnell abbauen. In der Folge wird weniger Harnsäure ausgeschieden und der Harnsäure-Spiegel steigt an.

Besonders problematisch ist dabei Bier. Aufgrund der enthaltenen Hefe, führt man mit Bier zusätzlich noch eine größere Menge Purin zu, und unterdrückt gleichzeitig die Harnsäure-Ausscheidung. Eventuell noch verbunden mit einer reichhaltigen Mahlzeit kann das schon mal schnell zu einem Gichtanfall führen.

Fazit

Im Prinzip ist es also bei Gicht nicht ratsam Alkohol zu konsumieren. Trotzdem wäre es kurzsichtig, einfach einen kompletten Verzicht zu verlangen. Wie bei allen Genussmitteln macht die Dosis hier das Gift. Als Gicht-Patient sollte man versuchen seinen Alkohol-Konsum einzuschränken, und nach Möglichkeit auf besondere Gelegenheiten zu reduzieren.

Außerdem ist es ratsam, wenn man Alkohol konsumieren möchte, auf Wein anstelle von Bier zurückzugreifen.

Weiterführende Artikel

Kaffee bei Gicht ist umstritten

Kaffee bei Gicht – empfehlenswert oder riskant?

Kaffee zählt zu den am meisten konsumierten Getränken weltweit. Für viele Menschen ist es selbstverständlich, dass sie über den Tag mehr von diesem Wachmacher als Wasser trinken. Unklar ist, ob Kaffee gesund ist oder nicht. Gerade wenn man an Gicht erkrankt, stellt sich die Frage, was man trinken darf und was nicht.

Weiterlesen

Gichtanfall im rechten Fuß

Wie lange dauert ein Gichtanfall?

Ein unbehandelter Gichtschub kann bis zu 2 Wochen dauern. Dabei erreichen die Schmerzen, die meist im Gelenk des großen Zehs auftreten, schon nach wenigen Stunden die maximale Schmerzstärke. Dieser Artikel fasst aktuelle Daten zur Dauer von Gichtanfällen zusammen und zeigt auf, was man jetzt tun kann, um die Gicht nachhaltig in den Griff zu bekommen.

Weiterlesen


Diesen Beitrag teilen: