Handtücher und eine Kerze

Hausmittel bei Gicht

Zusätzlich zur entsprechenden Ernährung und eventueller medikamentöser Behandlung gibt es noch verschiedene Maßnahmen, die die Entstehung und das Fortschreiten von Gicht positiv beeinflussen können. Hausmittel sind ein durchaus kontroverses Thema, da ihre Wirkungen selten wissenschaftlich bestätigt sind. Im Falle von Gicht und Hyperurikämie reichen die Maßnahmen von bewährten Methoden wie Kühlung bis hin zu kontroversen Maßnahmen wie Saunagänge. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob man den einzelnen Methoden eine Chance gibt, jedoch sollte man sich in jedem Fall keine Wunder erhoffen. Im Zweifel sollten die Maßnahmen immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Leichter Sport bei Gicht

Nicht nur bei Gichterkrankung: Viel Bewegung im Alltag und Sport in der Freizeit. Beides beugt Übergewicht vor, bzw. hilft es zu reduzieren und fördert die kardiovaskuläre Gesundheit. Außerdem kann maßvolle Bewegung der Gelenke sogar die Entstehung von Entzündungen hemmen. Lediglich auf extreme Belastungen und Sport im Rahmen eines Gichtanfalls sollte verzichtet werden.

Tees zur Ausscheidung von Harnsäure

Brennnessel-Tee

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Sie finden heute eine Vielzahl an verschiedenen Teesorten im Reformhaus und in der Apotheke, denen harnsäurereduzierende Eigenschaften nachgesagt werden. Hierbei geht es in erster Linie um die verstärkte Ausscheidung von Harnsäure aus dem Körper, durch Anregung der Nierentätigkeit. Unterschiedliche Kräuter sind dafür bekannt, entsprechende Wirkung zu entfalten. Die bewährtesten Vertreter sind grüner Hafer, Brennnessel und Orthosiphon, manchmal auch Katzenbart genannt, und auch das Zinnkraut.

 

Quarkwickel gegen Gicht

Ein sehr bekanntes Hausmittel gegen entzündliche Vorgänge bei Gicht ist kühler Quark aus dem Kühlschrank. Dieser wird auf ein Tuch aufgetragen und auf den betroffenen entzündeten, Gelenkbereich gelegt, was kurzfristig Linderung verschaffen kann.

Kühlende oder wärmende Tücher?

Ein weiteres einfaches Hausmittel bei Gichtbeschwerden bieten kalte oder warme Tücher. Kalte Tücher wirken definitiv lindernd bei Entzündungen, wie sie beim akuten Gichtanfall auftreten. In diesem Zusammenhang wären warme Tücher jedoch eher kontraproduktiv. Wärme hilft traditionell bei eher degenerativem Gelenksverschleiß, wie er bei Arthrose auftritt. Im Zweifel können beide Methoden bei Gelenkschmerzen erprobt werden.

Bäder und Teilbäder

Bäder oder Teilbäder mit Badezusätzen wie Heublumen können bei entzündlichen Gelenkserkrankungen, Rheuma und Gicht helfen und Linderung verschaffen. 500g Heublumen aus der Apotheke oder Reformhaus werden dabei als Badezusatz ins warme Badewasser hinzugefügt. Kalte Teilbäder, z.B. für betroffene Gelenke im Fuß, können bei Entzündung und Hitzeempfindung im Gelenk ebenfalls als Linderung empfunden werden. Bei Wickeln, Güssen und Bädern, die bei schmerzenden Gelenken Linderung bringen sollen, gilt: Akut entzündete Gelenke verlangen meist Kälte, chronisch schmerzende Gelenke reagieren eher positiv auf Wärme.

Sauna

Bei der Sauna im Zusammenhang mit Gicht scheiden sich die Geister. Befürworter gehen davon aus, dass durch das angeregte Schwitzen vermehrt Harnsäure aus dem Körper ausgeschieden wird. Da tatsächlich Harnsäure im Schweiß nachgewiesen werden kann, scheint die Maßnahme naheliegend. Allerdings sollte man bedenken, dass durch den Flüssigkeitsverlust die Ausscheidung über die Niere gedrosselt wird, um einer Dehydration vorzubeugen. Im Endeffekt würde also die Ausscheidung von Harnsäure über die Niere abnehmen. Obwohl man dieser Reaktion durch eine gesteigerte Zufuhr von Flüssigkeit vorbeugen könnte, erscheinen häufige Saunagänge bei Gicht doch eher als eine zweifelhafte Methode. Dringend abzuraten ist darüber hinaus von Saunagängen während eines Gichtanfalls, da die Hitze in diesem Fall das entzündliche Geschehen verstärkt.


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