23. Juli 2026

Arzt erklärt: Was steckt hinter einem Gichtanfall & Rolle von Sauerkirschen

Der Schmerz kommt oft aus dem Nichts: Mitten in der Nacht wacht man auf, der große Zeh pocht, jede Berührung wird unerträglich. Das Gelenk ist gerötet, geschwollen und heiß. Plötzlich steht eine Frage im Raum: „Was passiert gerade mit meinem Körper?“

Viele meiner Patienten sind nach ihrem ersten Gichtanfall überrascht. Sie berichten mir häufig: „Ich hatte vorher doch gar keine Beschwerden.“ Doch der erste Anfall ist selten der eigentliche Beginn. Häufig hat sich die Harnsäure bereits über Jahre im Körper angesammelt, ohne dass Betroffene etwas davon spüren.

In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen, warum Gicht entsteht, mit welchen Maßnahmen sie den Harnsäurespiegel senken können und welche Rolle Montmorency-Sauerkirschen in der Gichtbehandlung spielen.

Portrait eines Arztes

Dr. Johannes Schmidt
Facharzt für Rheumatologie

Seit über 20 Jahren begleite ich Menschen mit entzündlichen Gelenkerkrankungen begleitet, darunter auch zahlreiche Patienten mit Gicht. Was mir dabei immer wieder auffällt: Viele Betroffene beschäftigen sich erst dann mit ihrer Harnsäure, wenn der erste schmerzhafte Gichtanfall bereits aufgetreten ist. Dabei bleibt ein erhöhter Harnsäurespiegel oft lange unbemerkt.

Wenn der Körper plötzlich Alarm schlägt

Viele, die zum ersten Mal bei mir sitzen, beschreiben den ersten Gichtanfall sehr ähnlich: Ein plötzlich auftretender, intensiver Schmerz im großen Zeh, der sie nachts aus dem Schlaf reißt. Am nächsten Morgen ist das Gelenk häufig gerötet, überwärmt und geschwollen. Selbst eine leichte Berührung ist sehr schmerzhaft.

Die häufigste Frage danach lautet: „Warum passiert das plötzlich? Ich habe doch vorher nichts bemerkt.“

Warum Gicht entsteht

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der sich zu viel Harnsäure im Körper ansammelt. Beim Abbau von Purinen entsteht Harnsäure, die normalerweise über die Nieren ausgeschieden wird.

Wenn jedoch mehr Harnsäure entsteht, als der Körper ausscheiden kann, oder die Ausscheidung eingeschränkt ist, können die Werte über längere Zeit erhöht bleiben. Unter bestimmten Bedingungen bilden sich daraus kleine Harnsäurekristalle, die sich in Gelenken ablagern können. Das Immunsystem reagiert darauf mit einer Entzündung und es entsteht der typische schmerzhafte Gichtanfall.

Älterer Herr erleidet einen Gichtanfall

Typische Ursachen von Gicht

Warum manche Menschen betroffen sind und andere nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einen Teil davon können wir nicht beeinflussen, etwa genetische Veranlagungen oder bestimmte Medikamente. Andere Faktoren lassen sich im Alltag beeinflussen: beispielsweise Körpergewicht, Ernährung, Alkoholkonsum und Bewegungsverhalten.

Genau deshalb beginnt Vorsorge nicht erst mit dem ersten Schmerz. Sie setzt bereits dann an, wenn erhöhte Harnsäurewerte bestehen, aber noch keine Beschwerden auftreten.

Was Sie selbst gegen Gicht tun können

Wenn es um Gicht geht, sind es oft die alltäglichen Gewohnheiten, die langfristig den größten Unterschied machen. Vor allem ist das Zusammenspiel mehrerer Faktoren entscheidend.

  • Ernährung bewusst gestalten: Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut. Besonders purinreich sind beispielsweise Innereien, bestimmte Fleischsorten und einige Fischarten. Milchprodukte und Eier können dagegen in der Regel weiterhin Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.
  • Alkohol im Blick behalten: Vor allem Bier kann bei Menschen mit erhöhtem Gichtrisiko ungünstig sein, da es sowohl den Harnsäurestoffwechsel beeinflussen als auch Purine liefern kann.
  • Ausreichend trinken: Eine Flüssigkeitszufuhr von mind. 2 Litern täglich unterstützt die normale Ausscheidung über die Nieren. Wasser und ungesüßte Getränke sind dafür eine einfache Möglichkeit.
  • Gewicht langsam und nachhaltig reduzieren: Übergewicht kann mit erhöhten Harnsäurewerten zusammenhängen. Wer Gewicht reduzieren möchte, sollte dabei auf langfristige Veränderungen setzen und extreme Diäten vermeiden.
  • Montmorency-Sauerkirschen: Sie spielen eine besondere Rolle in der Gicht-Therapie. Mehr dazu im folgenden Kapitel.

Sauerkirschen in der Gicht-Therapie

Mir war immer wichtig, meine Patienten nicht nur im akuten Anfall zu behandeln, sondern sie über Jahre zu begleiten. Bei der Suche nach sinnvollen Ergänzungen bin ich auf die Montmorency-Sauerkirsche gestoßen. Sie gehört zu den am besten untersuchten Kirschsorten. Ihre tiefrote Farbe kommt von Anthocyanen, sekundären Pflanzenstoffen, denen man antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zuschreibt.

Was mich überzeugt hat, waren die Zahlen:

  • In verschiedenen Untersuchungen sank der Harnsäurespiegel nach der Einnahme eines Montmorency-Präparats messbar.¹
  • Bei regelmäßigem Konsum von Kirschen oder Kirschextrakten, traten Gichtanfälle bis zu 45 Prozent seltener auf.²

Inzwischen empfehle ich die Sauerkirsche seit rund zehn Jahren. Die Rückmeldungen aus meiner Praxis sind überwiegend gut, vor allem, weil sie so verträglich ist. Sinnvoll finde ich sie nicht nur bei bestehender Gicht, sondern auch bei Patienten, deren Harnsäure erhöht ist, die aber noch keinen Anfall hatten.

Frische Sauerkirschen am Baum

Meine Empfehlung: Cherry PLUS

Wenn ich das Thema Montmorency-Sauerkirsche anspreche, ist eine Reaktion besonders häufig: „Können Kirschen wirklich helfen?“ Diese Skepsis kann ich gut verstehen. Schließlich verbindet man Kirschen zunächst eher mit Genuss als mit einem Thema wie Gicht oder Harnsäure.

Meine Erfahrung zeigt: Wenn Patienten verstehen, warum ein bestimmter Inhaltsstoff interessant sein kann und welchen Platz er im Gesamtkonzept einnimmt, stehen viele natürlichen Ergänzungen deutlich offener gegenüber.

Bei der Produktwahl ist mir vor allem wichtig, dass die Qualität und Zusammensetzung nachvollziehbar sind. Warum Cherry PLUS für mich eine sinnvolle Wahl ist:

  • Klare Deklaration: Es wird transparent angegeben, dass Montmorency-Sauerkirschen verwendet werden.
  • Nachvollziehbare Zusammensetzung: Die enthaltenen Inhaltsstoffe und die empfohlene tägliche Verzehrmenge sind klar angegeben.
  • Qualitätskontrolle: Die Herstellung erfolgt unter definierten Qualitätsstandards.
  • Praktische Anwendung: Das Produkt ist sowohl als Saftkonzentrat als auch als Kapseln erhältlich und lässt sich dadurch einfach in unterschiedliche Alltagssituationen integrieren.

Erfahrungsberichte meiner Patientinnen und Patienten

Fazit

In meiner Praxis erlebe ich immer wieder: Viele Menschen beschäftigen sich mit ihrer Harnsäure erst dann, wenn der erste Gichtanfall bereits da ist. Dabei beginnt der entscheidende Prozess oft viel früher. Meine Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, den eigenen Stoffwechsel frühzeitig im Blick zu behalten und nicht nur auf akute Beschwerden zu reagieren.

Eine bewusste Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gesunder Lebensstil können wichtige Bausteine sein, um den Körper bestmöglich zu unterstützen. Auch die Montmorency-Sauerkirsche hat sich in den letzten Jahren als interessante Ergänzung etabliert. Viele meiner Patienten schätzen sie vor allem deshalb, weil sie sich unkompliziert in den Alltag integrieren lässt.

Mein Rat: Warten Sie nicht, bis Ihr Körper mit Schmerzen auf sich aufmerksam macht. Wer früh versteht, welche Faktoren eine Rolle spielen, kann besser für die eigene Gesundheit vorsorgen.

Literatur

  1. Hillman AR, Uhranowsky K. Acute Ingestion of Montmorency Tart Cherry Reduces Serum Uric Acid but Has no Impact on High Sensitivity C-Reactive Protein or Oxidative Capacity. Plant foods for human nutrition (Dordrecht, Netherlands) 2021; 76(1):83–9. Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33506357/.
  2. Zhang Y, Neogi T, Chen C, Chaisson C, Hunter DJ, Choi HK. Cherry consumption and decreased risk of recurrent gout attacks. Arthritis Rheum 2012; 64(12):4004–11. doi: 10.1002/art.34677.

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