Eine Frau sitzt auf dem Boden.
Bei einer Gicht unterscheidet man im Allgemeinen vier Stadien der Erkrankung.

Erstes Stadium der Gicht

Im ersten Stadium, dem asymptomatisch-inapparenten Stadium liegt zwar eine Hyperurikämie vor, jedoch noch keine weitere Symptomatik. In diesem Sinne handelt es sich hierbei auch noch nicht um eine Gicht im eigentlichen Sinne, sondern um einen pathologisch erhöhten Laborwert. Die Krankheit selber definiert sich erst über fortschreitende Symptome.

Zweites Stadium der Gicht

Tipp: Zur Kühlung

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Beim zweiten Stadium handelt es sich um den akuten Gichtanfall. Zu diesem Zeitpunkt wird das Löslichkeitsprodukt der Harnsäure im Blut überschritten und es kommt zur Ausfällung der Harnsäure-Kristalle. Dabei entstehen Entzündungen, die zu starken Schmerzen, Schwellungen, Überwärmung und Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes führen. In der Regel sind Großzehengrundgelenk, Sprunggelenk, Knie, oder Fingergelenke betroffen. Der akute Krankheitsschub kann unbehandelt zwei bis drei Wochen anhalten.

 

Drittes Stadium der Gicht

Das dritte Stadium ist das interkritische Stadium. Es bezeichnet die symptomfreie Phase zwischen zwei Gichtanfällen. Dabei kommt es jedoch weiterhin zu pathologischen Veränderungen an Gelenken und Nieren.

Viertes Stadium der Gicht

Das letzte Stadium beschreibt die chronische Gicht. Durch unzureichende Therapie, oder schwere Krankheitsverläufe kommt es zu wiederkehrenden Krankheitsschüben über einen längeren Zeitraum. In der Folge kommt es zu degenerativen Veränderungen an Knorpel und Knochen. Im Röntgenbild erkennt man charakteristische Stanzdefekte des Knochengewebes, während sich der Knorpel zu sog. Gichttophi verdickt. Dabei handelt es sich um knotige Ablagerungen von Harnsäure-Kristallen im Gewebe, die die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks einschränken können. Außerdem kommt es in diesem Stadium zu Schädigungen an der Niere, die bis zu einer Niereninsuffizienz führen können. Die Gichtanfälle werden zum Teil im Rahmen der chronischen Gicht weniger schmerzhaft.


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