Schmerzendes Knie

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Der akute Gichtanfall

Unter einem akuten Gichtanfall versteht man das zweite Stadium einer Gicht-Erkrankung. Zu diesem Zeitpunkt wird das Löslichkeitsprodukt der Harnsäure im Blut überschritten. Es kommt zur Ausfällung der Harnsäure-Kristalle. Die daraus resultierenden Entzündungen führen zu starken Schmerzen, Schwellungen, Überwärmung und Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes. Vor allem Großzehengrundgelenk, Sprunggelenk, Knie, oder Fingergelenke sind betroffen. Der akute Krankheitsschub kann zwei bis drei Wochen anhalten.

Starke Gelenkschmerzen für bis zu drei Wochen

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Die Schmerzen bei einem Gichtanfall zählen zu den schlimmsten Gelenkschmerzen überhaupt. Um die Beschwerden zu lindern, muss vor allem das akute Entzündungsgeschehen im Gelenk reduziert werden. Hierzu bieten sich zunächst Medikamente aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) an. Diese Gruppe umfasst unter anderem bekannte Präparate wie Aspirin, Ibuprofen und Naproxen.

Reichen NSAR zur Reduktion der Beschwerden nicht aus, kann auch auf deutlich potentere Kortikosteroide (Kortison) zurückgegriffen werden. Diese hemmen die meisten Entzündungen sehr effektiv. Sie sollten jedoch nur kurzzeitig eingenommen werden, da sie langfristig zahlreiche Nebenwirkungen haben. Sie schwächen das Immunsystem und fördern Gewichtszunahme und die Entstehung von Diabetes und Osteoporose.

Entzündungshemmer lindern die Symptomatik

Eine Möglichkeit einem Gichtanfall vorzubeugen, bzw. sein Fortschreiten zu hemmen ist außerdem Colchicin. Es handelt sich dabei ursprünglich um das Gift der Herbstzeitlosen, das in Tablettenform verabreicht wird. Dieses Gift bindet an Bestandteile von Zellen des Immunsystems. Diese können daraufhin nicht mehr entzündliche Prozesse im Gelenk fördern, sodass ein Gichtanfall vermieden werden kann.

Alle genannten Maßnahmen sind mit Nebenwirkungen verbunden, und sollten nicht ohne Absprache mit einem Arzt erfolgen.


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