Kristalle

Hyperurikämie bezeichnet eine erhöhte Harnsäure-Konzentration im Blut. In der Regel spricht man ab einer Konzentration von 7mg/dL von einer Hyperurikämie. Man unterscheidet dabei ähnlich wie bei Gicht zwischen einer primären und einer sekundären Hyperurikämie, je nachdem, ob der Harnsäure-Stoffwechsel direkt oder indirekt betroffen ist (siehe auch Ursachen und Auslöser).

Harnsäure kommt auch beim Gesunden im Blut vor

Harnsäure kann aufgrund ihrer schlechten Löslichkeit leicht im Blutplasma oder Urin ausfallen und Harnsäure-Kristalle bilden. Dadurch kommt es zu Gicht und Nierensteinen. Trotzdem sollte man Harnsäure nicht als grundsätzlich gesundheitsschädlich betrachten. So gibt es z. B. Hinweise darauf, dass Harnsäure in normaler Konzentration im Blut als Antioxidans fungieren könnte. Nur die pathologisch erhöhten Konzentrationen bei Hyperurikämie sind als gesundheitsschädlich zu betrachten.

Ein erhöhter Harnsäurewert muss nicht in einer Gicht resultieren

Ein erhöhter Harnsäure-Spiegel gilt zwar als Auslöser von Gicht, muss jedoch nicht zwingend in einer Gichterkrankung resultieren. Viele Menschen machen den Fehler die Diagnose Hyperurikämie mit Gicht gleichzusetzen. Solange jedoch keine klinische Symptomatik vorliegt, hat man auch keine Gicht. Laborwerte alleine können kaum eine Erkrankung mit absoluter Sicherheit diagnostizieren.