Gichtforum
Home » Questions » erster Gichtschub (Grosszehengelenk) nach ca. 4.5 Wochen immer noch nicht ganz vorbei?

erster Gichtschub (Grosszehengelenk) nach ca. 4.5 Wochen immer noch nicht ganz vorbei?

Das GichtForumerster Gichtschub (Grosszehengelenk) nach ca. 4.5 Wochen immer noch nicht ganz vorbei?
Mathias fragte vor 2 Jahren

Hallo zusammen. Habe viel gelesen hier, aber immer noch unsicher:
Mein erster Gichtschub im Grosszehengrundgelenk war vor ca. 4 1/2 Wochen. Mein Harnsäurewert war immer schon etwas zu hoch… nun habe ich während der 4.5 Wochen auch Medikamente genommen (Cortison und Ibuprofen). Nun ist es schon deutlich besser, aber immer noch nicht weg… beim laufen habe ich fast keine Schmerzen mehr, aber wenn ich engere Schuhe anziehe schmerzt es noch, das Gelenk ist auch immer noch etwas dicker als normal.
Kann das sein dass es doch mehrere Wochen dauert bis das Gelenk wieder „ganz normal“ ist wie früher?
Lieben Dank für euer Feedback.

3 Antworten
Salvi antwortete vor 2 Jahren

Hallo Mathias, in der Regel hielten die starken Schmerzen bei mir zwischen 5-7 Tage an. Danach dauerte es nochmals 2 Wochen bis sich alles wieder normalisiert hatte.
Mein aktueller Schub hingegen ist die Hölle. Nach bald 4 Wochen sind die Schmerzen im grossen Zehen zwar erträglich, dafür brennt aber der Rest vom Fuss. Ich habe das Gefühl, dass mein gesamter Fuss entzündet ist. Schuhe über längere Zeit anziehen geht nicht und dies obwohl ich eine Woche Cortison und nun seit 3 Wochen Diclofenac einnehme. Da sich mein Medikamentenvorrat dem Ende zuneigt und ich momentan nicht unbedingt beim Arzt vorbeischauen möchte (Covid-19), schliesse ich mich deiner Frage an und hoffe das es Dir mittlerweile besser geht.

Danke für weiters Feedback

Jutta antwortete vor 2 Jahren

Hallo ihr, das klingt wirklich nicht gut. Eigentlich sollten sich die Beschwerden nach so vielen Wochen schon gebessert haben. Hat es sich mittlerweile gelöst?
Habt ihr Hausmittel zum Abschwellen ausprobiert, also Salben oder Quarkwickel? 
Vielleicht macht es auch Sinn, zusammen mit dem Hausarzt einen Blick „aufs Ganze“ zu werfen – Blutdruck, Blutfette, Blutzucker, Entzündungsparameter. Das wären keine aufwändigen Tests, nur Blutprobe und Blutdruckmessung, aber könnte andere Störfaktoren bei der Wundheilung aufdecken (vielleicht versteckt sich ein Bluthochdruck, Diabetes, …). 
Gute Besserung!!

Werner antwortete vor 1 Jahr

Ich bin auch der Meinung, dass eine Schmerzattacke, die länger als 2 Wochen dauert, nicht nur auf Gicht beruht. Ich selbst habe in den letzten 20 Jahren 2-3 Gichtanfälle in den Sprunggelenken erlebt, die ohne jegliche Medikamente innerhalb von 2-3 Tagen wieder verschwanden. Nun wurde bei mir vor 10 Wochen eine leichte Thrombose in der Wade diagnostiziert, worauf ich Heparin-Injektionen bekam. Gleich nach der ersten Injektion hatte ich am Morgen darauf einen heftigen Gichtanfall im Großzehengelenk, der 4 Wochen dauerte. Nach 3 Wochen entzündete sich zusätzlich das Sprunggelenk am anderen Fuß für etwa 3 Wochen. Noch bevor dieser Anfall ganz ausgeheilt war, erlitt ich eine weitere schwere Mehretagen-Thrombose, worauf ich wieder Heparin-Injektionen bekam. Am nächsten Morgen sofort wieder ein starker Schmerz im (bereits abgeheilten) Großzehengrundgelenk, der nun seit 2 Wochen andauert. Inzwischen wurde ich von Heparin auf einen oralen Blutgerinnungshemmer umgestellt und die Entzündung im Großzehengelenk dürfte nun endlich nachlassen. Fazit: Die Thrombosen und Heparin-Injektionen haben bei mir einen Langzeit-Turbo-Gichtschub erzeugt. Die behandelnden Ärzte können das allerdings nicht erklären, hatten noch nie jemand mit der Kombi Gicht+Thrombose und meinen, dass es Zufall sein muss. Naja, ich seh das anders.

Deine Antwort