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Hefe?

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Susanne fragte vor 6 Monaten

Hallo an alle,
ich bin noch relativ frisch mit der Diagnose Gicht unterwegs. Nun habe ich mich in den letzten Wochen etwas mit der Ernährung bei Gicht auseinandergesetzt und bin immer wieder über die Aussage – das Hefe Tabu sei, gestolpert. Für mich erschließt sich aber nicht genau wie das gemeint ist, denn wenn ich die Tabelle der Nahrungsmittel anschaue, dann sind die meisten Backwaren im grünen Bereich, obwohl sie mit Hefe gebacken wurden. Kann mir jemand erklären wie das gemeint ist? Vielen Dank im voraus. LG Susanne

1 Antworten
Stefan antwortete vor 6 Monaten

Hallo Susanne,
ich verstehe deine Verwirrung bezüglich des Hefe-Tabus bei Gicht. Ich selbst habe auch seit einigen Jahren mit Gicht zu kämpfen und habe mich intensiv mit der Ernährung auseinandergesetzt. Die Sache mit der Hefe ist etwas komplexer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.
In der Regel wird empfohlen, Hefe zu vermeiden, weil sie Purine enthält. Purine sind Stoffe, die im Körper in Harnsäure umgewandelt werden, und ein hoher Harnsäurespiegel kann Gichtanfälle auslösen oder verschlimmern. Das bedeutet, dass manche Lebensmittel, die Hefe enthalten, trotzdem in Maßen gegessen werden können, solange der Harnsäurespiegel im grünen Bereich bleibt.
Backwaren, die mit Hefe gebacken werden, können verschiedene Mengen an Hefe enthalten. Einige haben nur geringe Mengen, während andere mehr Hefe enthalten. Es ist wichtig, die Menge im Auge zu behalten und zu beobachten, wie dein Körper darauf reagiert. Wenn du feststellst, dass der Verzehr von Lebensmitteln mit Hefe Gichtanfälle auslöst oder verschlimmert, ist es ratsam, sie zu reduzieren oder zu vermeiden.
Generell solltest du dich auf eine ausgewogene Ernährung konzentrieren, die arm an purinhaltigen Lebensmitteln ist. Dazu gehören nicht nur Hefe, sondern auch Fleisch, insbesondere Innereien, sowie einige Fischsorten. Stattdessen solltest du dich auf Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und mageres Eiweiß konzentrieren.
Denke daran, dass jeder Mensch unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel reagiert. Höre auf deinen eigenen Körper und führe vielleicht ein Ernährungstagebuch, um herauszufinden, welche Lebensmittel Gichtsymptome bei dir auslösen könnten.
Ich hoffe, das hilft dir weiter. Gicht kann frustrierend sein, aber mit der richtigen Ernährung und Lebensstiländerungen kannst du die Symptome besser kontrollieren. Bleib dran und lass dich von einem Arzt oder Ernährungsexperten beraten.
Alles Gute und liebe Grüße,
Stefan

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