Nachdenkliche Frau

Die Diagnose Gicht kann eine große Belastung darstellen. Die meisten Betroffenen gehen nach einem erlittenen Gichtanfall zu ihrem Hausarzt, und erhalten die Diagnose im Anschluss an eine körperliche Untersuchung und eine Blutabnahme. Oft sind sich die Patienten zuvor gar nicht bewusst, dass sie aufgrund ihrer Genetik und ihres Lebensstils ein erhöhtes Risiko haben. Wenn zuvor kein erhöhter Harnsäure-Spiegel festgestellt werden konnte, kann der Krankheitsschub einen völlig unerwartet, wie aus dem Nichts treffen.

Im Anschluss an die Diagnose erhält man dann vom Hausarzt eine ganze Reihe von Anweisungen und wird über die diversen Einschränkungen informiert, die von nun an auf einen zukommen. In der Regel ist es in einer solchen Situation dann kaum möglich all die Informationen zu erfassen. Man verlässt die Praxis mit dem Gefühl, jetzt das gesamte Leben umkrempeln zu müssen.

Die Diagnose Gicht kann mit großen Umstellungen einhergehen

Gicht ist eine schwere Erkrankung, die einen über viele Jahre hinweg begleiten kann. Da sie in großen Teilen durch den allgemeinen Lebenswandel beeinflusst wird, kann es in der Tat sein, dass man sich vom Zeitpunkt der Diagnose an massiv einschränken muss. Ernährungsumstellung, Gewichtsreduktion und Medikamenten-Einnahme stehen an der Tagesordnung.

Um sich dieser Herausforderung nicht alleine zu stellen, ist es zunächst wichtig, den richtigen Arzt zu finden. Im Rahmen einer Gicht-Erkrankung sind regelmäßige Arztbesuche das A und O. Entsprechend sollte man Vertrauen und ein gutes Verhältnis zu dem behandelnden Arzt haben. In der Regel kann eine Gicht-Erkrankung von einem erfahrenen Allgemeinmediziner, also dem Hausarzt, therapiert werden. Lediglich wenn keine Besserung der Symptome eintritt, oder es zu Komplikationen kommt, kann es sinnvoll sein einen anderen Facharzt aufzusuchen.

Allgemeinmediziner, Rheumatologe, oder Internist?

Mögliche Fachärzte, die sich eingehender mit Gicht-Patienten befassen, wären Rheumatologen, bzw. Internisten. Ein Rheumatologe befasst sich, wie der Name verrät, vorwiegend mit rheumatischen Erkrankungen im Bereich der Gelenke. Damit fällt auch Gicht als massive Gelenksentzündung in seinen Fachbereich. Der Internist hingegen ist auf Erkrankungen der inneren Organe spezialisiert. Gerade, wenn die Niere bereits unter dem erhöhten Harnsäure-Spiegel zu leiden hatte (siehe auch Begleit- und Folgeerkrankungen), oder parallel noch andere internistische Erkrankungen vorliegen, sollte man sich an einen Internisten wenden.

Das vielleicht wichtigste ist jedoch, dass man sich bei dem behandelnden Arzt gut aufgehoben fühlt. Sofern einem mit Empathie und Kompetenz begegnet wird, sollte einer erfolgreichen Therapie der Gicht eigentlich nichts im Wege stehen.