Kirschen helfen bei Gicht

Kirschsaftkonzentrat cherry plus

Amerikanische Forscher fanden heraus, dass die Einnahme von Kirschen und besonders Kirschextrakt bei Gichtpatienten das Risiko für schmerzhafte Gichtattacken reduzieren kann.

In einer großen Studie mit über 630 Gichtpatienten an der Bostoner Universität konnte nachgewiesen werden, dass bei einer Einnahme von Kirschen über einen Zeitraum von 2 Tagen, das Risiko einer Gichtattacke um 35 Prozent reduziert werden konnte. Noch bessere Ergebnisse wurden erreicht, wenn ein Konzentrat aus Kirschen eingenommen wurde, wobei hierbei das Risiko um 45 Prozent abnahm. Bei zunehmender Menge konnten die Forscher sogar eine weitere Steigerung der Wirkung registrieren.

Schon seit langem wurde vermutet, dass bestimmte Fruchtsorten aufgrund sekundärer Pflanzenstoffe und deren speziellen Pflanzenfarbstoffen, wie dem Antioxidant Anthocyan, antientzündliche und antioxidantive Eigenschaften haben.

Vor allem die funktionalen Eigenschaften der amerikanischen Sauerkirsche wurde wegen ihres hohen Antioxidantiengehalts untersucht. In mehreren Studien wurde auch hier eine harnsäuresenkende Wirkung festgestellt, wobei die Entzündungsmarker C-reaktives Protein und Stickoxid ebenfalls reduziert wurden, die bei entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthritis und Gicht in der Regel erhöht sind. Diese Ergebnisse ließen ebenfalls die Schlussfolgerung ziehen, dass die Einnahme besonders von Sauerkirschen die Risiken von Gichterkrankung und besonders Entzündungsprozesse positiv beeinflussen kann.

Gestützt durch die Resultate der Studien setzen die Wissenschaftler jetzt auf die präventive Wirkung der Kirschen in der Behandlung von Gichterkrankungen und zur langfristigen Harnsäuresenkung. Da man bei harnsäuresenkenden Medikamenten teilweise Nebenwirkungen fürchtet, bietet sich mit dem Einsatz von Produkten aus Kirschen eine natürliche nebenwirkungsfreie Ergänzung.

Denn in der Studie der Bostoner Universität wurde gezeigt, dass das Risiko einer Gichtattacke am stärksten sank, nämlich um 75 Prozent, wenn zusätzlich zu dem Medikament Allopurinol Kirschen bzw. Kirsch Konzentrate eingenommen wurden. So wird sich in Zukunft zeigen, wie die Kirschtherapie in die präventiven Strategien der Behandlung bei Gichterkrankungen langfristig integriert wird.

Produkte aus der amerikanischen Montmorency Sauerkirsche sind in Deutschland in Form von Sauerkirschsaft-Konzentrat, Sauerkirsch-Kapseln und getrockneten Sauerkirschen erhältlich.

Diese finden sie unter CherryPLUS oder Montmorency-Produkte.

Quelle: Ärzte Zeitung, 13.10.2012 „Seltener Attaken: Mit Gicht ist gut Kirschen essen“

 

Autor: Heilpraktiker Tobias Duven

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